Im vergangenen Jahrhundert gab es gleich drei Anläufe zur Bildung einer Jungschützenkompanie, nämlich 1930, 1941 und 1975, wobei die Zahl der Aktiven stark schwankte und von der Geburtsstatistik abhing. Die Anfänge der Jungschützenkompanie liegen im Dunkeln, jedenfalls bestand eine Gruppe bereits im Jahre 1902, die bis 1913 wie die Großen die Zillertaler Joppen trugen. Von klein auf wuchsen die Männer in die Tradition der Väter hinein. Der Erste Weltkrieg brachte die Aktivitäten zum Erliegen. Bei der Wiederbelebung von 1930 kam der inzwischen gegründete Kindergarten des St. Josefsheims sehr zu Hilfe. Die Einkleidung erfolgte auf Initiative von Pfarrer Kohler, von Schwester Oberin Josefine Angerer und von Kindergartenschwester Sebastiane. Rote Trachtenjanker, Fügner Hüte, schwarze Schützenhosen, weiße Strümpfe und Stopselgewehre zählten zur Ausrüstung. Der kleine Hauptmann war Erwin Haller. Diese Kompanie wirkte 1933 bei dem berühmten Film „Drei Kaiserjäger“ mit.


Vermutlich brachte die schwere Wirtschaftskrise den Wiederbelebungsversuch der Jungschützenkompanie wieder zum Erliegen. Eine erneute Gründung erfolgte 1941, erstmals mit einer den Erwachsenen genau entsprechenden Tracht. Diese jugendliche Kompanie bestand bis in die Jahre 1946/47. Sie rückte in den Nachkriegsjahren zur Parade am Rennweg aus, die der französische Oberkommandierende Antoine Marie Emile Béthouart abnahm (zu welchem Anlass? s. Homepage Bat. Ibk Wilten). Von den damals beteiligten Jungschützen blieben der Kompanie Dr. Ernst Eigentler und Ludwig Rangger bis ins hohe Alter erhalten.

Obwohl der von den Tiroler Schützen bis zu seiner feierlichen Beisetzung 1982 verehrte General Béthouart das Schützenwesen rasch wieder zuließ, dauerte die Wiederbelebung des Jungschützenwesens aufgrund der wirtschaftlichen Umstände in vielen Gemeinden Jahrzehnte. So gelang die Wiedergründung der Jungschützen erst 1975 mit 24 Mitgliedern. 30  neue Trachten wurden angeschafft, finanziert durch Haussammlungen und die Kulturförderung des Landes. Fahnenpatin war Liesbeth Eigentler, Frau des damaligen Ehrenhauptmanns Dr. Ernst Eigentler. Hervorzuheben ist, dass im „Bataillon Sonnenburg“ viele Jahre neben Götzens nur Sistrans und Sellrain ebenfalls Jungschützen unterhielten.


Seit 1975 liegen die Altersgrenzen in Götzens zwischen 7 und 15 Jahren. Eine gesetzliche Untergrenze von 10 Jahren gilt für die Benutzung von Schusswaffen, wobei bis zur Volljährigkeit nur am Luftgewehr trainiert wird.Seit 2015 können Jungschützen im Alter von 16 Jahre direkt in die Schützenkompanie wechseln. Sie erhalten allerdings keine Munition für das Gewehr und dürfen nur bei Ausrückungen im Dorf teilnehmen.

Die Jungschützen bestehen derzeit aus 11 Mitgliedern und 3 Jungmarketenderinnen.


Bisherige Jungschützenbetreuer:

1975 – 1979

Ernst Mayr („Mandl“)

1979 – 1990

Josef Mayr („Mandl“)

1990 – 2005

Oskar Untermarzoner

2005 – 2011

Matthias Saurwein

seit 2011

Christian Wolf

 

 
Jungschützen 2015 - Betreuer Christian Wolf

Jungschützen 2015 – Betreuer Christian Wolf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jungschützen 2010 - Betreuer Matthias Saurwein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jungschützen 1995 - Betreuer Oskar Untermarzoner